Strandbrüter gehören weltweit zu den am stärksten gefährdeten Brutvogelarten. Strandtourismus, Prädation und Meeresspiegelanstieg haben vielerorts zu starken Bestandsrückgängen geführt. Zwergseeschwalbe und Sandregenpfeifer sind auf den Roten Listen der Brutvögel Deutschlands und Mecklenburg-Vorpommerns als „vom Aussterben bedroht" eingestuft (Ryslavy et al. 2020, Vökler et al. 2014).
Unter der Anleitung der Buchtranger der Wismarbucht und des NABU Mittleres Mecklenburg unterstützt unser Verein die Überwachung der „Strandinseln“ und das Monitoring für den Sandregenpfeifer in Zierow in der Gemeinde Gägelow im Landkreis Nordwestmecklenburg.
Wir können von den Erfahrungen des NABU Mittleres Mecklenburg lernen, insbesondere durch dessen Engagement im Rahmen des Nationalen Artenhilfsprogramms Strandbrüter.
Der NABU setzt sich für den Schutz stark gefährdeter Vogelarten, wie dem Sandregenpfeifer, an der Ostseeküste ein. Für die Vögel werden relativ sichere Brutplätze durch die Errichtung temporär abgezäunter „Strandinseln" geschaffen. Die Überwachung der Nistplätze erhöht die Bruterfolgschancen der Vögel. Ein erfolgreiches Beispiel ist das Naturschutzgebiet Riedensee bei Kägsdorf/Kühlungsborn. Seit 2022 sorgen Strandinseln und gezielte Aufklärungsarbeit dafür, dass hier wieder regelmäßig Bruterfolge zu verzeichnen sind. Im Jahr 2022 konnte erstmals wieder Nachwuchs beobachtet werden.
Das Artenhilfsprogramm wird vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V. gemeinsam mit verschiedenen Partnern umgesetzt. Die Gesamtkoordination liegt beim Michael-Otto-Institut Bergenhusen.